Sind Online-Videos im Hochformat oder Querformat am besten sichtbar?
Fast alle Alltags-Nutzerinnen und -Nutzer filmen mit ihrem Smartphone einfach hochkant, vor allem, wenn sie Videos für Instagram, TikTok oder YouTube Shorts aufnehmen. Diese Plattformen werden immer beliebter und setzen eindeutig auf vertikale Kurzvideos. Längere Videos im klassischen Querformat drohen dabei aus dem Blick zu geraten. Zu Unrecht: Für viele Anwendungszwecke sind sie nach wie vor unverzichtbar.
Trends: Kurz, vertikal und aufmerksamkeitsstark?
YouTube Shorts gibt es seit 2021 als Antwort auf den Erfolg von TikTok. Die vertikalen Kurzvideos können bis zu drei Minuten dauern – ähnlich wie Reels auf Instagram. Bei TikTok sind sogar bis zu zehn Minuten möglich, jedoch werden laut aktuellen Berichten Videos über 60 Sekunden vom Algorithmus seltener ausgespielt. Keine Hinweise scheint es bisher zu geben, dass vergleichbare Einschränkungen auch für längere YouTube Shorts gelten: Hier ist auch längerer Content sichtbar und erreicht das Publikum.
Entscheidungshilfe: das richtige Format für den richtigen Kanal
Es gibt einige Faustregeln, die bei der Entscheidungsfindung für das angebrachte Videoformat helfen:
- Vertikal für Social Shorts: Wer Inhalte ausschließlich auf Instagram, TikTok oder in Stories veröffentlichen will, ist mit dem Hochformat auf der sicheren Seite.
- Querformat für Langformate und YouTube: Für längere Erklärvideos, Eventmitschnitte oder Tutorials hat das Querformat weiterhin die Nase vorn, insbesondere auf YouTube.
- Zielgruppen und Plattformen berücksichtigen: Wenn das Video auch auf LinkedIn und der Unternehmenswebsite gezeigt werden soll, bietet es sich an, es zunächst auf YouTube zu laden und es von dort aus ganz einfach einzubinden. Der zusätzliche Nutzen davon: Das Video ist auch sonst gut auffindbar, und es gibt positive Effekte bei der Suchmaschinenoptimierung.
Kurz oder lang? Beide Formate clever nutzen
Auch für die Video-Länge gelten einige einfache Regeln:
- Shorts sind schnell erstellt und steigern die Unternehmensbekanntheit mit wenig Aufwand.
- Längere Videos bieten mehr Inszenierungsmöglichkeiten, eignen sich für Storytelling und erzielen intensive Aufmerksamkeit – gerade, wenn User gezielt suchen und sich mit den Inhalten auseinandersetzen.
- Kombinieren lohnt sich: YouTube ermöglicht es inzwischen, aus längeren Videos automatisch passende Kurzclips (Shorts) zu generieren, um beide Zielgruppen anzusprechen.
Grundsätzlich gilt: Instagram und TikTok sind die Kanäle für kurze Videos, die schnell auf Resonanz stoßen sollen. Das klassische YouTube erweist sich als die richtige Umgebung für längere Videos für spezifische Zielgruppen, die den Film gezielt anschauen und ihn möglichst auch teilen sollen.
Wer den Fokus auf Monetarisierung legt, erzielt nach aktuellen Berichten mit längeren YouTube-Videos tendenziell höhere Einnahmen. Shorts hingegen erhalten von YouTube mehr Sichtbarkeit. Sie sind ideal, damit neue Follower auf einen Account aufmerksam werden und dann zu anderen Inhalten dieses Creators weiterwandern.
Fazit: passendes Format, kluge Verwertung
Bei der Wahl des richtigen Video-Formats sind die Zielgruppe, die Plattform und die Content-Strategie die wesentlichen Eckpunkte für die Entscheidungsfindung. Aufmerksamkeit und Reichweite kann mit Shorts erzielt und geschaffen werden. Lange Bewegtbild-Inhalte spielen ihre Stärken beim nachhaltigen Storytelling aus und bewähren sich besonders, um Inhalte für gezielte Suchanfragen zu liefern.
Noch Fragen? Natürlich beraten wir von Allerlei Media & PR Euch gern unverbindlich zu erfolgreichen Video-Strategien für Social Media, die Homepage und vieles mehr.
